Zwangsmaßnahmen gegen Studierende und Einschränkung der Studienfreiheit

Die im Papier der Kultus- und Finanzministerkonferenz erarbeitenden Pläne zur Veränderung des Studiums werden die Studienbedingungen erheblich verschlechtern. Die angekündigten Zwangsmaßnahmen gegen Studierende und Einschränkungen der Studienmöglichkeiten sind nicht geeignet das Studium zu verkürzen. Zu diesen zählen insbesondere:

 

  • Die Erstellung verbindlicher Prüfungstermine auch im Hauptdiplom, deren Nichteinhaltung mit Exmatrikulation bestraft wird.

 

  • Die Erhebung von Studiengebühren beim Überschreiten der Regelstudienzeiten

 

  • Die Einschränkung auf ein berufsqualifizierendes Studium, das den bisherigen Bildungsanspruch nicht aufrechterhält, zur Verschuldung neigt und eine zügige wissenschaftliche Ausrichtung unmöglich macht.

 

  • Die Kürzung von Aufbau-, Zusatz- und Ergänzungsstudiengängen.

 

Diese Maßnahmen ziehen verheerende Konsequenzen nach sich und stehen den eigenen Zielsetzungen entgegen:

 

  • Aufgrund des erheblichen Prüfungsdrucks werden viele Studierende nur noch für die Prüfungen lernen, und die Möglichkeit/Fähigkeit zur selbständig organisierten Bildung wird zerstört.

 

  • Spezialvorlesungen, die Studierende in die Tiefe eines Fachgebietes einführen, werden wegen des geringen Besuches überflüssig, so daß der für die Universitäten lebensnotwendige wissenschaftliche Nachwuchs ausbleibt.

 

  • Die Wahlmöglichkeiten im Studium entfallen und der Erwerb von Zusatz- und Zweitqualifikationen wird erschwert.

 

  • Die engen Prüfungstermine machen machen einen anderen Studienverlauf als den des Vollzeitstudierenden unmöglich. Das entspricht aber nicht mehr der Lebenssituation vieler Studierender und schließt viele sinnvolle oder nötige andere Studienverläufe aus, wie z.B. Auslandsaufenthalte oder längere Betriebspraktika. Damit werden ganze Gruppen von der Hochschulausbildung ausgeschlossen und Eigeninitiative blockiert.