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Umweltpolitik an der Hochschule

Die liberalen Hochschulgruppen setzen sich dafür ein, daß an den Hochschulen konkrete Maßnahmen zum Schutze der Umwelt ergriffen werden. Als hochschulbezogene Umweltmaßnahmen schlagen die liberalen Hochschulgruppen u.a. vor:

– Erarbeitung eines Verkehrskonzepts, das auf Fußgänger und Radfahrer zugeschnitten ist.
– Einsatz für Verbesserungen des öffentlichen Nahverkehrs ( Fahrplan,Tarife ).
– Begrünung von Flachdächern auf dem Hochschulgelände.
– Einrichten von Biotopen in der Hochschule.
– Einführung von umweltbezogenen Fragen in Prüfungsordnungen.
– Erstellung einer Übersicht von umweltbezogenen Forschungsprojekten an der Hochschule.
– Sammlung von Batterien, Aluminium etc.
– Aktionen gegen Einweggeschirr in Mensen und Cafeterien.
– Erarbeitung von Flächenentsiegelungsplänen.

 

 

Umweltschutz im Lebensraum Hochschule

 

Der Lebensraum Hochschule muß möglichst umweltfreundlich gestaltet werden. Deshalb fordert der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG):

 

  • Einen zentralen Ansprechpartner für Verbesserungen bzw. Mängel im Umweltbereich
  • Kosteneinsparungen müssen voll den Hochschulen zugute kommen, um Anreize zu schaffen.
  • Einsatz moderner Technik, um die Zuständigkeitsproblematik auszugleichen
  • Handeln gemäß dem Prinzip Vermeiden, Wiederverwenden, Wiederverwerten.
  • Beachtung von Umweltschutz- und Ergonomieaspekten in der Beschaffung
  • Größtmöglicher Einsatz von Mehrweggeschirr im Verpflegungsbereich
  • Angebot von Essen aus ökologischem Anbau

Flugblätter in Mensen

 

Die Bundesmitgliederversammlung der Liberalen Hochschulgruppen fordert das Deutsche Studentenwerk und die örtlichen Studentenwerke auf, vor Ort zumindest für einen politisch und ökologischen „Minimal‑Standard“ im Umgang mit hochschulpolitischen Flugblättern und Zeitungen zu sorgen.

Es widerspricht den erklärten Zielen der Studentenwerke, daß Informationen über und durch studentisches Engagement anderer Studierender durch rigides Tischeabräumen oder direkte und indirekte Verteil-Verbote vorenthalten werden. Desweiteren muß sichergestellt werden, daß die ausgelegten Flugblätter der Altpapier-Verwertung zugeführt werden und nicht in den „Hausmüll“ wandern.

 

Das heißt konkret:

 

  • kein Flugblattabräumen während der Öffnungszeiten der Mensen
  • getrennte Papiersammlung

Recycling

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG) setzt sich für die Einrichtung von ‚Recycling-Labors‘ und ‚Recycling-Praktika‘ in der anorganischen Chemie ein.

 

In diesem Praktikum werden die anorganischen Gemische, die in den anderen Praktika anfallen, wieder getrennt und recycelt.

 

Die so rückgewonnenen Grundstoffe können dann wieder den Labors zugeführt werden.

 

Dadurch kann die Sondermüllmenge deutlich verringert werden.

Umweltforschungszentren

An den deutschen Hochschulen hat das Potential im Bereich der Umweltforschung bis heute stark zugenommen. An den verschiedensten Fachbereichen an nahezu allen Hochschulen wird derzeit im Bereich umweltrelevanter Themen geforscht. Diese Forschung ist oft erfolgreich und verhilft zu neuen Erkenntnissen. Jedoch dringen die Ergebnisse dieser Forschung oft nicht bis zu den Stellen, an denen diese Ergebnisse nützlich sein könnten. Zu denken ist hier nicht nur an die Leiter jeweils anderer Forschungsprojekte, sondern auch an Bund, Land und Kommunen sowie die gewerbliche Wirtschaft.

Um diesem Mangel zu begegnen, erscheint es sinnvoll, an den Hochschulen Zentren mit entsprechendem Aufgabenbereich einzurichten, sog. Umweltforschungszentren (UFZ).

Damit diese Umweltforschungszentren dem oben genannten Mangel begegnen können, haben sie im einzelnen folgende Aufgaben zu übernehmen:

 

  1. Anlaufstation für die Fachbereiche der jeweiligen Hochschule:     Das UFZ hat eine Anlaufstation für die verschiedenen Fachbereiche in dem Sinne zu sein, daß das UFZ an der jeweiligen Hochschule die Anfragen und Angebote der einzelnen Fachbereiche koordiniert und, sofern dieses eine Arbeitserleichterung darstellt, in einer Datenbank aufnimmt.

 

  1. Kooperation der Hochschulen untereinander:     Die Anfragen und Angebote der Fachbereiche dürfen jedoch nicht nur intern, d.h. innerhalb der jeweiligen Hochschule, koordiniert werden, sondern müssen auch extern (zu anderen Hochschulen) koordiniert werden. Der Aufbau externer Kommunikation müßte dann von einem Fachbereich zum UFZ der einen Hochschule über das UFZ der anderen Hochschule zum jeweils anderen Fachbereich laufen. Um für die nachgefragte Aufgabe die entsprechende Partneruniversität zu finden, ist der Aufbau einer Datenbank in Betracht zu ziehen, die die benötigten Informationen enthält. Die spätere Kommunkation könnte dann direkt von Fachbereich zu Fachbereich erfolgen.

 

  1. Weiterentwicklung und Förderung ganzheitlicher Forschungsansätze:     Viele Bereiche des Umweltschutzes verlangen zur Lösung der Probleme (z.B. Luftreinhaltung; Gewässerschutz) die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche. Diese Zusammenarbeit sollte vom UFZ, sofern erforderlich, zunächst eingeleitet und später so weit wie nötig koordiniert werden.

 

  1. Befriedigung des Transferbedarfs zu Kommunen und zur gewerblichen Wirtschaft:     Damit die Forschungsergebnisse der einzelnen Fachbereiche von den Stellen berücksichtigt werden können, die umweltrelevante Entscheidungen treffen (Bund, Land, Kommunen und Wirtschaft:) müßten die UFZ die Brücke von diesen Stellen zu den Hochschulen schlagen. Auch hier erscheint der Einsatz einer Datenbank sinnvoll. Die Nachfrage nach diesen Ergebnissen erforderte dann jedoch eine angemessene Vergütung. Die Inhalte der Forschungsprojekte dürfen sich jedoch nicht an ihrer wirtschaftlichen Verwendbarkeit ausrichten.

 

  1. Vermittlung umweltrelevanter Aus-/Weiterbildung:     Das UFZ könnte weiterhin die Grundlage zur Vermittlung einer fachübergreifenden Hochschulausbildung bilden. So erscheinen z.B. naturwissenschaftliche Kenntnisse für Juristen und Wirtschaftswissenschaftler sinnvoll. Zudem ist auch an die Bereitstellung umweltrelevanter Weiterbildung für die Wirtschaft und die Verwaltungen in Bund, Land und Kommunen zu denken. Die Wahrnehmung dieser Weiterbildungsmöglichkeit für Wirtschaft und staatliche Einrichtungen hat ebenfalls angemessen vergütet zu werden. Um den genannten Aufgaben nachkommen zu können, sind die UFZ als zentrale wissenschaftliche Einrichtungen gem. § 3 I WissHG zu errichten. Dann haben die Zentren die notwendige Eigenständigkeit, einen eigenen Finanzetat und somit weitgehende Unabhängigkeit von den Universitätsverwaltungen. Desweiteren ist eine Geschäftsstelle einzurichten, die den Leiter und die Mitglieder bei allen Aufgaben unterstützt und zugleich Dienste wie Textverarbeitung, Dokumentation, Projektkalkulation u.ä. übernimmt. Zur Bewältigung der Aufgaben ist die Geschäftsstelle mit der erforderlichen Anzahl von Stellen für Sekretariat, Dokumentation sowie Hilfskräften auszustatten. Desweiteren ist im Sinne einer fachgerechten Bearbeitung der Aufgaben an die Einrichtung von Stellen für Fachkräfte zu denken. Diese sind nicht notwendig von Professoren zu besetzen, denn diesen Stellen kommt kein Forschungsauftrag zu.

 

  1. Finanzierung der UFZ:     Die Vermittlungstätigkeit von Ergebnissen und Weiterbildungsmöglichkeiten an Wirtschaft sowie Bund, Land und Kommunen wird jedoch nicht so ertragreich sein, daß damit ein gesamtes UFZ finanziert werden könnte, so daß zur Finanzierung der UFZ nur eine Kombination aus Landesmitteln und Vermittlungseinnahmen in Betracht kommt. Der LHG fordert die Hochschulen auf, oben beschriebene Umweltforschungszentren einzurichten. Die Bundesländer werden aufgefordert, die notwendigen finanziellen Mittel zur Einrichtung der Zentren zur Verfügung zu stellen.

 

  1. In Abstimmung mit den lokalen Gegebenheiten an der Universität sollten die UFZ zu selbständigen interdisziplinären Forschungseinheiten ausgebaut werden können.

Umweltschutz

Die Liberalen Hochschulgruppen setzen sich dafür ein daß an den Hochschulen konkrete Maßnahmen zum Schutze der Umwelt ergriffen werden. Sie sehen sich dabei selbst in der Pflicht) sich umweltgerecht zu verhalten.

Insbesondere Publikationen und Druckschriften jeder Art sollten aufgrund ihrer Auflagenstärke, grundsätzlich unter Berücksichtigung der auf dem Markt zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, in einer die Umwelt gering belastenden Weise erstellt und veröffentlicht werden.

Hierzu zählt die grundsätzliche Verwendung von Umweltschutzpapier, von der im begründeten Einzelfall abgewichen werden kann.