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Einrichtung des Hildegard-Hamm-Brücher-Preises für herausragende Lehre

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen verleiht im Zwei-Jahres-Takt den Hildegard-Hamm-Brücher-Preis für herausragende Lehre in Höhe von 1.000,- Euro Preisgeld. Mit diesem Preis sollen Nachwuchswissenschaftler im Mittelbau oder Juniorprofessoren für ihre Leistungen in der Lehre geehrt werden. Das Preisgeld wird zielgerichtet und zweckgebunden via Spenden vom Bundesvorstand eingeworben. Entsprechende Rücklagen sind im Haushalt zu bilden. Sollten die Spendeneingänge innerhalb des Zwei-Jahres-Takts eine höhere Dotierung zu lassen, ist der Bundesvorstand berechtigt, die Dotierung entsprechend in 500-Euro-Schritten zu erhöhen.

Für die Vergabe des Preises wird durch die BMV eine sechsköpfige Jury bestellt, die aus zwei LHG Mitgliedern, die weder dem Bundes- noch einem Landesvorstand angehören dürfen, aus zwei Akademikern aus den Reihen des VLA, die nicht dem Präsidium des VLA angehören dürfen, sowie aus zwei Vertrauensdozenten der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit besteht. Das Gremium ist zu 50% aus Studenten zu besetzten.
Vorschlagsrecht hat jedes Mitglied des Bundesverbandes Liberaler Hochschulgruppen.

Die Vergabe des Preises wird weiter durch das, diesem Beschluss angehängte Statut bestimmt, das die oben genannten Grundsätze aufnimmt und ergänzt.

Der Bundesvorstand wird beauftragt, nach einer Schirmherrschaft, vorzugsweise durch das Bundesbildungsministerium anzufragen.

Statut zur Preisverleihung des Hildegard-Hamm-Brücher-Preises für gute Lehre

Präambel

Zur Würdigung von Hildegard-Hamm-Brücher sowie zur Auszeichnung herausragender Leistungen in der Hochschullehre an einer deutschen Hochschule verleiht der Bundesverband liberaler Hochschulgruppen den „Hildegard-Hamm-Brücher-Preis für herausragende Lehre“. Er wird im Rahmen einer Bundesmitgliederversammlung.

  • 1 Der Preis

Der „Hildegard-Hamm-Brücher-Preis für herausragende Lehre“ ist mit mindestens 1.000 Euro dotiert. Vergeben wird er für herausragende Leistungen in der Lehre an einer staatlichen oder privaten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland, die von einer Nachwuchswissenschaftlerin oder einem Nachwuchswissenschaftler im Mittelbau oder der Inhaberin oder dem Inhaber einer Juniorprofessur erbracht wurden. Dies kann die Umsetzung innovativer Lehrmethoden, qualitativ hochwertige Lehrveranstaltungen oder die besondere Förderung wie Forderung studentischer Beteiligung in Lehrveranstaltungen beinhalten. Die Verleihung findet alle zwei Jahre statt.

  • 2 Vergabe

Vorschlagsrecht hat jedes Mitglied des Bundesverbandes Liberaler Hochschulgruppen. Über die Vergabe entscheidet eine Jury. Die auszuzeichnende Leistung in der Lehre hat an einer staatlichen oder privaten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland erbracht worden zu sein. Bewerbungen sind ausgeschlossen. Die Preisentscheidung trifft allein und unabhängig eine Jury.

  • 3 Bestellung und Zusammensetzung der Jury

Die Jury besteht aus sechs stimmberechtigten Mitgliedern. Diese werden alle zwei Jahre im Jahr vor der Preisverleihung von der Bundesmitgliederversammlung des Bundesverbandes Liberaler Hochschulgruppen für eine Preisentscheidung gewählt. Zwei der Jury-Mitglieder entstammen dabei den Mitgliedsgruppen des Bundesverbandes, zwei Weitere den Reihen der Vertrauensdozenten der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und die zwei anderen aus Reihen des VLA. Das Gremium ist zu 50 % aus Studenten zu besetzen. Die unmittelbare Wiederbestellung in die Jury ist nur einmal möglich.

  • 4 Arbeit der Jury

Die Jury tritt möglichst zeitnah nach ihrer Wahl zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Sie wählt aus ihrer Mitte mit einfacher Mehrheit einen Vorsitzenden oder eine Vorsitzende. Eine Wiederwahl ist zulässig. Die Sitzungen der Jury sind nicht öffentlich. Die Beratungen sind vertraulich. Die Jury ist beschlussfähig, wenn mindestens vier Jury-Mitglieder anwesend sind. Die Jury wählt den Preisträger bzw. die Preisträgerin. Im Falle der Stimmengleichheit gilt der Vorschlag als abgelehnt. Stimmenthaltungen sind nicht möglich. Die Entscheidung der Jury ist endgültig. Der Ablauf der Beratungen wird in Form eines Verlaufsprotokolls dokumentiert. Der Wortlaut der Begründung wird festgehalten. Nach der Entscheidung ist dem Bundesvorstand des Bundesverbandes Liberaler Hochschulgruppen die Entscheidung der Jury mitzuteilen und das Verlaufsprotokoll auszuhändigen.

  • 5 Bekanntgabe

Der Bundesvorstand des Bundesverbandes Liberaler Hochschulgruppen teilt die Beschlüsse der Jury der Öffentlichkeit mit. Die Beschlüsse können nicht auf dem Rechtsweg angefochten werden. Die Preisverleihung erfolgt in festlicher Form.

 

Code-of-Conduct: Regeln für einen rücksichtsvollen Umgang im Verband

Für die Liberalen Hochschulgruppen ist einer der wichtigsten Werte die Toleranz gegenüber allen Menschen und Lebensformen. Um diesen Wert glaubhaft zu vertreten, müssen wir zunächst den Maßstab an uns selbst anlegen und unser eigenes Verhalten reflektieren.

Ein positiver Umgang untereinander ist die Voraussetzung für eine gute, politische Zusammenarbeit innerhalb des LHG.

Jeder, der sich engagieren möchte und unser liberales Lebensgefühl teilt, ist bei uns willkommen und soll sich wohlfühlen.

Der Code of Conduct dient als Leitfaden für das Miteinander und soll von allen Mitgliedern und deren Mitgliedern im verbandsinternen Umgang berücksichtigt werden.

  1. Sprache

Mit unserer Sprache drücken wir den Großteil unseres Verhaltens gegenüber anderen aus. Allerdings ist Humor Geschmackssache, manche Sprüche kommen anders als gedacht an und Formulierungen können unpassend sein.

  • Diskriminierende Aussagen sind unerwünscht. Bemerkungen und Witze, die sich z.B auf Geschlecht, Herkunft, chronische Erkrankung oder Behinderung,, Religion oder sexuelle Orientierung beziehen, können unbeabsichtigt kränken. Jeder sollte sich bewusst machen, welche Aussagen intolerant sind und dazu führen können, dass sich Anwesende angegriffen fühlen.
  • Sexismus jeder Form ist abulehnen. Sexistische Sprüche sind verletzend und Freunde anzüglicher Bemerkungen sollten ein Feingefühl für die Reaktion des Gegenübers entwickeln. Sexismus zerstört die Atmosphäre und gestaltet die Zusammenarbeit für das betroffene Mitglied als sehr unangenehm.
  1. Social Media
  • Soziale Netzwerke und Nachrichtendienste leisten einen unschätzbaren Beitrag, um uns die Arbeit zu erleichtern.
  • Die Onlinesprache unterscheidet sich von der gesprochenen. In einem sozialen Netzwerk sind höfliche Umgangsformen eine Selbstverständlichkeit. Wir müssen darauf achten, nicht unfreundlicher oder unhöflicher als im persönlichen Kontakt zu schreiben. So können Missverständnisse vermieden werden. Daher ist es, online und offline, nicht gestattet andere Menschen zu mobben, zu beleidigen oder der Lächerlichkeit preis zugeben. Kritik ist ausdrücklich erlaubt, auch sachlich harte Stellungnahmen – Beleidigungen aber nicht.

 

  1. Außendarstellung

Jedes Mitglied der LHG und deren Mitglieder sind Aushängeschilder der Liberalen Hochschulgruppen. Unsere Außendarstellung wirkt sich direkt und indirekt auf unsere Mitglieder und die Wahrnehmung des Verbandes aus. Wie schon im Bereich der Sprache gilt es auch hier, ein Feingefühl dafür zu entwickeln, was verletzend auf andere wirken kann, geschmacklos ist und kein gutes Licht auf die Liberalen Hochschulgruppen wirft. Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Verbandes versuchen wir zunächst innerhalb des Verbandes zu klären.

  1. Ombudsperson

Die Bundesmitgliederversammlung wählt eine Ombudsperson, die immer ansprechbar ist, wenn Probleme im Umgang miteinander auftreten.

Diese Person ist unabhängig, kann aus neutraler Sicht klären und sich um eine Schlichtung bemühen.

  1. Befolgung der Verhaltensregeln

Der Code of Conduct soll von allen Mitgliedern berücksichtigt und angewandt werden. Dabei sollen Funktionsträger auf ihre Vorbildfunktion achten und sich die Regeln besonders zu Herzen nehmen. Verstöße gegen den Code sollen offen angesprochen werden und bei bestehenden Problemen soll die Ombudsperson einbezogen werden.

 

In Vielfalt vereint – für ein Studium in Freiheit: Das Selbstbild des Bundesverbandes der Liberalen Hochschulgruppen

Die Liberalen Hochschulgruppen tragen den Werten des Liberalismus – Freiheit und Verantwortung, Individualismus und Pluralismus, Demokratie und Chancengerechtigkeit, Toleranz und Offenheit – Rechnung, indem sie sich für Kommilitoninnen und Kommilitionen, Hochschule und Gesellschaft engagieren. Für die Liberalen Hochschulgruppen ist Bildung ein Bürgerrecht. Bildung ist im 21. Jahrhundert die Grundlage für die Teilhabe von immer mehr Menschen an unserer Gesellschaft und damit auch von Freiheit. Den Wert der Bildung hervorzuheben, ist also auch eine Frage von Fairness und Gerechtigkeit.

Die Liberalen Hochschulgruppen sind Freiheitskämpfer an ihrer Hochschule. In einem Milieu, das oftmals den einzelnen zu Gunsten der Vielen unterdrückt, ergreifen sie Partei für freiheitliche Werte. Vor Ort tragen diese Gruppen den freiheitlichen Gedanken in die Hochschule und leisten Aufklärungsarbeit über den Liberalismus. Damit begeistern sie ihre Mitstudierenden und ermuntern sie zu Mitarbeit. So sind die Liberalen Hochschulgruppen zu einer schlagkräftigen und politisch einflussreichen Studierendenorganisation geworden. Das Engagement in der LHG ist ein niedrigschwelliges Angebot für die Studierenden von heute, um mit dem Liberalismus in Kontakt zu kommen. Ihren Einfluss verschaffen die Liberalen Hochschulgruppen dabei oft mit ihrer aktiven Mitarbeit in den Gremien der studentischen und akademischen Selbstverwaltung Geltung. Die pragmatische, ideologiefreie Arbeit mit dem Ziel das Lern- und Lebensumfeld der Studierenden zu verbessern, ist dabei unsere Leitschnur.

Unter diesem gemeinsamen Nenner haben sich 1987 zahlreiche Liberale Hochschulgruppen aus der alten Bundesrepublik zusammengeschlossen und einen Dachverband gegründet. Seitdem agiert der Bundesverband der Liberalen Hochschulgruppen – länger als jeder bisher existierende liberale Hochschulverband.

Aufgaben

Der Bundesverband ist Netzwerk, Öffentlichkeitsorgan, hochschulpolitisches Ideenlabor und Dienstleister zugleich. Wir sind ein offener Verband, der jeden zum Mitarbeiten auffordert. Diese Offenheit und Diversität macht uns stark. Mitglieder sind unsere grundsätzlich autonom handelnden Mitgliedsgruppen. Beigeordnet sind teilweise die Landesverbände, denen eine hohe politische Verantwortung zukommt, denn Hochschulpolitik ist größtenteils Ländersache. Wo keine Landesverbände bestehen, haben die Ortsgruppen auch die Möglichkeit, einen sog. Landeskoordinator zu bestimmen, der als Ansprechpartner gegenüber den regionalen Medien, dem Bundesverband und ihren politischen Partnern fungiert. Gleichzeitig bietet ein Landeskoordinator auch die Chance zur besseren lokalen Vernetzung regionaler Gruppen. Wo keine Ortsgruppen bestehen, sei jeder Liberale aufgefordert, eine Gründung zu initiieren und Menschen für ein Engagement zu motivieren, denn liberale Hochschulpolitik ist uns zu wichtig, um sie vernachlässigt zu sehen; sie öffnet uns Tore, um angehenden Akademikerinnen und Akademikern den Liberalismus noch näher zu bringen. Unsere Hochschulgruppen leben die Gruppenautonomie, die  uns zu einem dynamischen und unbürokratischen Verband macht. Ein Verband muss aber mehr sein als die Summe seiner Teile. Selbstbewusst erkennen wir an, dass die politische Arbeit des Bundesverbandes wesentlicher Teil seiner Aufgabe ist. Der Bundesverband stellt einen Ort für den programmatischen Austausch von Ideen und Argumenten zwischen den Gruppen dar. Der Bundesverband hat zur Aufgabe, den politischen Forderungen seiner Mitgliedsgruppen Gehör zu verschaffen, sei es innerhalb der Studierendenschaft, in der Politik, den Interessensvertretungen oder der Öffentlichkeit. Der LHG hat sich in den letzten Jahren als feste Größe innerhalb der Hochschulpolitik und geschätzter hochschulpolitischer Experte etabliert. Diese Chance müssen wir weiterhin nutzen. In unserem Verband schlummert noch mehr Potential. Wir müssen uns dabei stetig verbessern und unsere Strukturen weiter professionalisieren.

Hochschul- und Wissenschaftspolitik endet jedoch nicht an den Grenzen Deutschlands. Sei es Erasmus, der Bologna-Prozess oder die EU-Forschungsförderung: Hochschulpolitik hat auch eine internationale Komponente. Daher ist dem LHG die internationale Arbeit (u.a. im Dachverband LYMEC) wichtig. Künftig sollen unsere Mitglieder stärker als bisher zur Teilhabe und Mitwirkung an der internationalen Arbeit des LHG integriert werden.

Der LHG sieht sich als hochschulpolitische Organisation. Hochschulpolitik definieren wir auch über hochschulrelevante Schulpolitik (bspw. Zulassungsvoraussetzungen fürs Studium).

Neben der politischen Vertretung seiner Ortsgruppen auf Bundes- und internationaler Ebene bieten wir Dienstleistungen für unsere Mitglieder an. Die Basis unseres Verbandes sind gut funktionierende Ortsgruppen. Es muss daher vorrangigste Aufgabe des Bundesverbandes sein, die Arbeit der Ortsgruppen durch Dienstleistungen zu erleichtern und stellt für diese die finanziellen Mittel bereit.

Die Liberalen Hochschulgruppen und ihr politisches Umfeld

Der LHG-Bundesverband sieht die Freie Demokratische Partei als liberalen, parteipolitischen Partner an, bewahrt jedoch stets seine Unabhängigkeit. Wir erkennen an, dass die Nähe der Ortsgruppen zur FDP stark differiert, sehen darin aber keine Schwäche, sondern eine Stärke. Der LHG möchte sich innerhalb der FDP vor allem als Experte für Hochschulpolitik profilieren und sich dieser als nützlicher hochschulpoltischer Ideenpool anbieten.

Wir führen Ansichten aus einem weiten liberalen Spektrum zusammen und nehmen für uns in Anspruch auch Studenten zu erreichen, welche keine Berührung mit Parteipolitik haben
Der LHG hat den Plan für ein liberales Hochschulwesen. Um dieses umzusetzen, sind wir auf Partner angewiesen. Daher halten wir familiären Kontakt zu allen Organisationen des liberalen Spektrums. Die Gedanken sind frei. Daher treten wir offen in die Debatte, egal mit welchen unserer politischen Mitbewerbern oder Verbänden, haben aber auch den Anspruch, voneinander zu lernen. Daher steht einer Zusammenarbeit bei Themen oder Aktionen, die durch unsere Beschlusslage gedeckt sind, nichts im Weg.

Außenwirkung und Zwischenmenschliches Miteinander

Der LHG soll ein Ort sein, in dem sich jeder wohl fühlt und in dem sich jeder einbringen kann. Ein positiver Umgang unter- und miteinander ist die Voraussetzung für ein gutes Klima innerhalb des Verbandes und den gemeinsamen politischen Erfolg.

Der LHG möchte als ein liberaler, kompetenter, vernunftbasierter und pragmatisch handelnder Verband wahrgenommen werden. Wir streiten für eine bessere Bildung als Aufstiegschance für jede und jeden, unabhängig von der finanziellen Basis

 

Die BMV attraktiver gestalten

Sunset-Klausel: 3 Jahre

 

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen möge beschließen:

Auf den letzten Bundesmitgliederversammlungen hat sich gezeigt, dass die Vergabepraxis derzeit nicht funktioniert. Wir wollen dem Bundesvorstand mehr Gestaltungskraft bei der Wahl des Ortes und des Rahmenprogramms der Bundesmitgliederversammlungen geben und erhoffen uns dadurch ein attraktiveres Gesamtpaket für mehr Teilnehmer. Dazu gehören für uns folgende Punkte:

  1. Die halbjährliche Ausschreibung der Bundesmitgliederversammlung soll abgeschafft werden. Der Bundesvorstand wählt den Tagungsort alleinverantwortlich, kann sich allerdings selbstverständlich von eingehenden Initiativ-Bewerbungen von Ortsgruppen überzeugen lassen. Es muss mit der Gruppe vor Ort rechtzeitig kommuniziert werden.
  2. Das traditionelle Kulturprogramm am Samstagabend ist in den letzten Jahren mehr “nett essen und trinken” gewesen, als tatsächliches Kulturprogramm. Der Bundesvorstand soll daher frei von Vorgaben entscheiden können, ob und wie er ein Kulturprogramm bieten möchte.
  3. Um der gastgebenden Ortsgruppe auch einen politischen Mehrwert zu bieten, soll ein politisches Rahmenprogramm auf der Bundesmitgliederversammlung zum Standard gehören. Der traditionelle Besuch eines FDP-Spitzenpolitikers kann beispielsweise durch eine Podiumsdiskussion in einen attraktiveren Gesamtrahmen eingebettet werden, um auch Externen einen Zugang zur LHG zu ermöglichen.
  4. Vor allem Erstteilnehmer sollten auf einer Bundesmitgliederversammlung von Anfang an stärker einbezogen werden. Dazu soll ein Bundesvorstandsmitglied freitags im Vorfeld (30 min.) der Bundesmitgliederversammlung ein kleines “Erstteilnehmer-Seminar” anbieten, bei dem die Grundregeln der Debattenführung sowie der Ablauf der Antragsberatung und BMV im Allgemeinen erklärt werden.
  5. Die Gruppenvorstellungen sollen in Zukunft nur noch im Sommer stattfinden. Alle Gruppen, die sich im Sommer nicht vorstellen konnten, sollen stattdessen im Winter die Chance erhalten, sich vorzustellen.

 

Zukunftsdialog 2017

Der Bundesvorstand ist beauftragt, eine Leitbilddebatte (im folgenden
„Zukunftsdialog 2017“ genannt) im Bundesverband mit den Gruppen zu führen.

Der Zukunftsdialog 2017 läuft nach folgendem Verfahren ab:

Die Gruppen werden bis Mitte Februar kontaktiert und um Antworten zu Fragen gebeten, aus denen sich das Leitbild herauskristallisieren lässt (z.B. Was macht uns einzigartig? Was wollen wir bewegen? Wie wollen wir wirken? Wie sehen wir den LHG?).

Die Gruppen sollen diese Fragestellungen intern diskutieren und die Ergebnisse bis zu einer bestimmten Frist, spätestens bis Ende April, dem Bundesvorstand mitteilen.

Der Bundesvorstand und evtl. von ihm benannte Dialogbeauftragte stehen zur Moderation dieser Fragen bei Veranstaltungen der Gruppen vor Ort zur Verfügung.

Der Bundesvorstand und die möglichen Dialogbeauftragten besuchen die Landesmitgliederversammlungen der LHG-Landesverbände, alternativ Sitzungen der Landesvorstände, um den Zukunftsdialog 2017 vorzustellen bzw. ggf. vor Ort den Dialogprozess zu moderieren.

Nach Fristende wertet der Bundesvorstand die Ergebnisse des Zukunftsdialogs 2017 aus, erstellt daraus ein Leitbild und präsentiert dieses zur Beschlussfassung auf der Sommer-BMV-2016.

Nach der Präsentation/Korrekturen/Beschluss des Leitbildes beauftragt der Bundesvorstand mehrere Agenturen und erbittet Logoentwürfe. Grundlage für die Arbeit der Agentur soll der zuvor geführte Leitbildprozess sein.

Die Entscheidung über das Logo trifft die Bundesmitgliederversammlung.

Aufhebung des Beschlusses des Bundesvorstandes zum Übergang des Förderkreises an den Verein Sozialwerk des LHG e.V

 

 

Die Bundesmitgliederversammlung hebt den Beschluss des Bundesvorstandes, den Förderkreis des LHG auf den Verein Sozialwerk des LHG e.V. übergehen zu lassen, auf.

Der Verein Sozialwerk des LHG e.V. wird aufgefordert, Spenden, die Anfang des Jahres schon ihm und nicht dem Bundesverband zugeflossen sind, an den Bundesverband zurückzuführen.

Zukünftige Arbeit des LHG-Bundesverbandes

  • Ab dem Jahr 2001 findet nur noch einmal jährlich eine Bundesmitgliederversammlung statt. Diese dient primär der Wahl des Vorstandes und der Abwicklung der notwendigen rechtlichen Formalitäten sowie der Beratung und der Beschlussfassung von Anträgen.
  • Ab dem Jahr 2001 findet die jährliche Bundesmitgliederversammlung jeweils am Beginn des Sommersemesters (Ende April/Anfang Mai) statt.
  • Sämtliche Bundesmitgliederversammlungen werden ab dem Jahr 2001 im Notfall nur noch zweitägig (Samstag/Sonntag) durchgeführt, um die Kosten für eine zweite (in der Regel überflüssige) Übernachtung zu sparen.
  • Die Fahrtkosten werden weiterhin entsprechend den bekannten Richtlinien erstattet.
  • Um die programmatische Arbeit des LHG durch Verkürzung bzw. Streichung einer BMV nicht zu gefährden, werden in Zukunft weitere zusätzliche Wochenendseminare zu einzelnen Themenschwerpunkten angeboten und durchgeführt. Zu allen Seminaren dieser Art werden alle LHG’ler bzw. Gruppen eingeladen. Um eine möglichst breite Diskussion entsprechend den Bedürfnissen der Mitgliedsgruppen zu gewährleisten, werden die Gruppen bzw. einzelnen Mitglieder gebeten, sich verstärkt an der programmatischen Arbeit zu beteiligen, und mögliche Seminarthemen frühzeitig dem Bundesvorstand mitzuteilen.
  • Die „Programmatischen Wochenenden“ bleiben in der bekannten Form erhalten. Sie sollten aber stärker als bisher als programmatische Inputfaktoren genutzt werden.
  • Alle oben genannten Punkte stehen unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit und der Beibehaltung der jetzt bekannten Förderrichtlinien durch die jeweiligen Ministerien sowie der Entwicklung der Haushaltslage des LHG.

Verfallsdatum von Beschlüssen

Die aktuelle Gültigkeit von Beschlüssen der Bundesmitgliederversammlung wird zwei Jahre nach ihrer Beschlussfassung durch den Bundesvorstand überprüft und gegebenenfalls der Bundesmitgliederversammlung mit dem Ziel der Aufhebung erneut vorgelegt. Die BMV entscheidet dann darüber, ob die Beschlüsse weiterhin in der Beschlusslage verändert oder unverändert verbleiben sollen, oder in das Archiv des Deutschen Liberalismus übergehen.

Internet-Angebot und Unabhängigkeit

Das Internet-Angebot des LHG muß schnell und intensiv ausgebaut werden. Dabei muß die Unabhängigkeit des LHG berücksichtigt werden. Da die Bedeutung elektronischer Kommunikation schnell zunimmt, darf diesem nicht nur nebensächliche Bedeutung zukommen. Dem Bundesverband kommt dabei eine koordinierende, sammelnde und beratende Funktion zu. Das WWW-Angebot ist ein Teil einer Kommunikationsstruktur, das über Programmatik und Organisationsstruktur umfassend informiert.

Lokale Gruppen und Landesverbände werden ermuntert und unterstützt, ihr Angebot vor Ort verfügbar zu machen. Sofern dies nicht möglich ist, können sie mit ihren Seiten auf dem Server des Bundesverbandes vertreten sein. Somit ergibt sich ein verteiltes, vielfältiges Netz, wie es der Idee des WWW entspricht.

 

  1. Es muß für jeden klar ersichtlich sein, daß der LHG Bundesverband ein unabhängiger Verband ist. Dies ist bei „www.liberale.de“ nicht möglich, so daß der Verband einen anderen WWW-Server wählt.
  2. Die Struktur und das Erscheinungsbild der Publikationen des LHG Bundesverbandes soll vom Bundesvorstand gestaltet werden. Bei den elektronischen Publikationen muß er direkten Zugriff auf das Angebot haben und sich nicht unnötig von der Verfügbarkeit anderer abhängig machen. Deshalb verzichten wir auf das Angebot der F.D.P., die Seiten von ihrer Agentur für uns erstellen zu lassen.
  3. Der Server soll den Domaine-Namen LHG.de haben, soweit finanzierbar und dies einen von uns unabhängig gewählten Server betrifft. Jedoch setzt sich der LHG bei der F.D.P. für einen Link von „liberale.de“ auf die Seiten des LHG ein.