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Verkürzung der Studienzeiten

 

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen fordert weiterhin nachdrücklich dazu auf, die notwendigen Änderungen an den Hochschulen zuzulassen, die durch das Hochschulrahmengesetz durch den Bundesgesetzgeber als Rahmen vorgegeben werden können, um eine möglichst kurze Studiendauer zu gewährleisten. Die Länder sollten in den ihnen obliegenden Regelungsfeldern zielstrebig auf die Autonomie der Hochschule hinarbeiten, da durch den einsetzenden Wettbewerb sich die Studiensituationenwangsläufig positiv verändern dürften.

 

Beachtung sollten vor allem finden:

 

  • die Verbesserung der Betreuungssituation Hochschullehrer zu Studenten
  • die Optimierung des Prüfungsverfahrens
  • die Optimierung des Vorlesungsbetriebs
  • die intensive Nutzung der den Hochschulen zur Verfügung stehenden Ressourcen, wie etwa der Bibliotheken, was nicht nur organisatorische Maßnahmen erfordert, sondern auch die Bereitschaft, zu sonst nicht üblichen Zeiten zu arbeiten, sowie schließlich auch die bessere Nutzung vorlesungsfreier Zeiten.

 

Der LHG fordert deshalb Bund und Länder auf, die personellen wie sachlichen Mittel für ein optimales Studium bereitzustellen und auch durch die Verbesserung der sozialen Sicherung bedürftiger Studenten ihren Beitrag zur Verbesserung der Studienbedingen zu leisten.

 

Einsparungen im Bundeshaushalt und Kürzungen von finanziellen Zuwendungen dürfen nicht im Bildungsbereich ansetzen.

Novelle des HRG

Forderungen an eine Novelle des HRGs

 

Deregulierung

 

Die umfassenden Regelungen des HRG lassen weder dem Landesgesetzgeber beim Landeshochschulgesetz noch der Hochschule bei der Grundordnung besondere Freiräume. Diese Freiräume sind aber notig, um in Zukunft

 

  • verschiedene Formen der Hochschulorganisation zuzulassen, die ein effizientes Hochschulmanagement gestatten

 

  • Wettbewerb im Bereich der Lehre induzieren zu können

 

  • die Zuständigkeit der Länderministerien für die Genehmigung der Prüfungsordnungen abzuschwächen

 

Zu diesem Zwecke muß das HRG wesentlich abgespeckt werden.

 

Studentische Mitbestimmung

 

Die studentische Mitbestimmung an den Hochschulen ist mit § 41 HRG nur unbefriedigend geregelt. Diese muß im Sinne einer Rückbesinnung auf die Lehre und einer demokratisch selbstverwalteten Hochschule entscheidend verbessert werden. Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG) appelliert an die KMK, hier eine Entschließung zu verabschieden.

 

Wesentlich fehlt im § 41 HRG ebenso eine studentische Vertretung auf Bundesebene. Wegen der enormen politischen und ökonomischen Relevanz der Studierenden kann die Bundesrepublik nicht auf eine demokratisch und repräsentativ besetzte Studierendenvertretung auf Bundesebene verzichten.