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Frauenförderung in der Wissenschaft

Der LHG setzt sich für die Förderung der Einstellung und Einberufung von Frauen in wissenschaftlichen Positionen im Bereich der Hochschule ein und spricht sich gegen Diskriminierung von Frauen oder Männern in diesen Bereichen aus.

Der LHG fordert die Hochschulen und die Politik auf, die Stukturen ihrer Promotions- und Habilitationsverfahren dahingehend zu verändern, daß die wissenschaftliche Laufbahn für Frauen attraktiver wird.

Wer keine Frauen in führende Positionen erhebt, wählt unumgänglich die Quote.

Frauenförderung innerhalb des LHG

  1. Zur Situation von Frauen in Politik und Verband

 

In unserer Gesellschaft werden Frauen nachweislich noch immer anders sozialisiert als Männer. So sind Jungen im Hinblick auf Konkurrenzverhalten und Durchsetzungsvermögen eher angespornt, Mädchen hingegen meist zu Zurückhaltung und Harmoniebestreben erzogen.

Hieraus resultieren sowohl unterschiedliches Diskussions- als auch unterschiedliches Konkurrenzverhalten.

Politik und auch andere gesellschaftliche Bereiche (z.B. Wissenschaft) werden seit Jahrhunderten von Männern dominiert. Strukturen dieser Bereiche wurden von Männern geschaffen und geprägt.

Frauenförderung zielt fast immer darauf ab, Frauen in die bestehenden Strukturen einzupassen und ihre Arbeitsweisen in den jeweiligen Bereichen denen von Männerngleichzumachen. Hierbei werden geschlechtsspezifische Unterschiede nicht berücksichtigt.

Ziel einer konsequenten Frauenförderung darf jedoch nicht allein sein, prozentual höhere Anteile, beispielsweise im Verband, zu erhalten und diese in die hierarchischen Strukturen einzupassen.

 

Frauen sollten vielmehr Freiräume geschaffen werden, damit sie eigene Arbeitsweisen entwickeln können, mit denen sie sich identifizieren können. Der LHG sollte sich deshalb zum Ziel setzen, das Anders-Sein der beiden Geschlechter zu akzeptieren und neue, von Frauen geprägte Arbeitsweisen in die innerverbandlichen Strukturen zu integrieren.

 

Dazu wird ein AK-Frauen eingerichtet, der sich seine Strukturen autonom gibt. Weiterhin fordert der AK für den LHG – Bundesverband folgende Maßnahmen:

 

  1. Sämtliche Dokumente werden geschlechtsneutral formuliert.
  2. Der AK-Frauen wählt einmal jährlich eine Person, die die Interessen des AK vertritt. Der BuVo wird aufgefordert, diese Person zu kooptieren und ihr Stimmrecht zu erteilen. Die Person hat die Aufgaben, die Kommunikation und Koordination zwischen BuVo und den Initiativen der Frauen in den einzelnen Hochschulgruppen zu gewährleisten sowie den Arbeitskreis nach außen zu vertreten.

Wiedereinstiegsstipendien

Der Bundesverband Liberaler Hochschulgruppen (LHG) begrüßt die Intention der Wiedereinstiegsstipendien des Hochschulsonderprogramms II. Diese erfordern aber in der Regel eine Promotion als Voraussetzung. Da typische Frauen-Biographien diese aber nicht vor einer Familienpause erreichen, wird das Programm nur sehr schleppend abgerufen.

 

Das Programm geht somit zum Teil an den Notwendigkeiten der Frauenforderung vorbei. Dies ist umso bedauerlicher, als der Schlüssel zur Verbesserung des Frauenanteils am wissenschaftlichen Personal in der Förderung des weiblichen Nachwuchses liegt.

 

Der LHG fordert daher die vollständige Öffnung des Wiedereinstiegsstipendienprogramms für Promovierende.