Pluralität der Abschlüsse – Hochschulen müssen Chancen nutzen!

Die Bundesmitgliederversammlung des LHG stellt fest:

  • Das Zertifikat des Abschlusses weit mehr als nur die Abbildung der Leistung des Absolventen umfasst, vielmehr ist es das entscheidende Merkmal für die Qualität der einzelnen Hochschule in Forschung und Lehre.
  • Dass Die Erfolge der Absolventen auf dem Arbeitsmarkt die besten Indikatoren für die Qualität der Hochschule während des gesamten Studiums sind
  • Dass Absolventen mit ihrem Abschluss Qualität und Kultur einer Hochschule in den Arbeitsmarkt tragen.
  • Dass die Versuche der Vereinheitlichung und der der Schaffung einer Vergleichbarkeit unter Studienabschlüssen gescheitert sind.
  • Dass die Einführung gestufter Abschlüsse per Gesetz mit starren Quoten und Übergangsreglungen einem freien und autonomen Hochschulwesen zuwider laufen.
  • Dass allein die Umstellung der Abschlüsse den notwendigen Kulturwechsel in den Hochschulen nicht leisten kann.

 

Der LHG fordert deshalb:

  • Die negative Darstellung der Diplom- und Magisterstudiengänge in der Öffentlichkeit zu beenden.
  • den Hochschulen bei der Gestaltung der Abschlüsse Freiheit zu lassen
  • Staatsexamina als Abschluss sofort abzuschaffen.
  • in den Hochschulen eine neue Kultur der Verantwortung für eigene Strukturentscheidungen durch Aufbürden eines Refinanzierungsrisikos anzuregen
  • gesellschaftspolitisch darauf hinzuwirken, dass auf dem Arbeitsmarkt Bachelor oder äquivalente Abschlüsse als erster berufsqualifizierender Abschluss anerkannt wird und auch verstärkt nachgefragt wird.
  • Dass die Hochschulen ihre Angebote gezielter und flexibler auf die Nachfrage ausrichten.
  • Die Hochschulen bereits jetzt zum Abschlusszeugnis ein umfassendes „diploma supplement“ beifügen und eigene Profile entwickeln und somit auch besser im internationalen Wettbewerb bestehen können.