Internationalisierung des Studiums

Zur Verbesserung der Situation ausländischer Studierender in Deutschland und – deutscher Studierender im Ausland sowie zu Internationalisierung der deutschen Hochschulen fordert der LHG folgenden Maßnahmenkatalog:

Im deutschen Hochschulsystem müssen für alle Veranstaltungen Punkte für das ECTS (European Credit Transfer System) angeboten werden, Damit soll endlich Transparenz zwischen allen (deutschen wie europäischen) Universitäten hergestellt werden. Die Anerkennung von Fach- und Studienortwechsel soll nicht mehr willkürlich von Professoren bestimmt werden, sondern einheitlich und nachvollziehbar geregelt werden. Die Mobilität von Studierenden kann überhaupt nur mit diesem System erreicht werden — und dies wird um so wichtiger, je mehr die Universitätslandschaft vom alten verordnetem „alles ist gleich“ zu einem konkurrierenden System umgewandelt werden wird.
Das System der „Gastprofessur“ (auch von Nichtprofessoren) soll stark ausgebaut werden und, wie schon früher von uns gefordert, die Habil abgeschafft werden.

Letztendlich müssen (hier hat uns die Realität schon eingeholt) die international bekannten und anerkannten angelsächsische Abschlüsse (Bachelor, Master) eingeführt werden. Hier hat die internationale Vergleichbarkeit oberste Priorität bei der Prüfungsgestaltung: ein Bachelor ist nur dann etwas wert, wenn er in Inhalt und Dauer dem anglo-amerikanischen System entspricht. Diese Abschlüsse sind im übrigen wie das Diplom u. ä. von staatlicher Seite zu schützen und zu vereinheitlichen.